OpenAir 2019

Stimmlich nah dran: die Queen-Show „Break Free“ beim 22. Open Air Seebenisch. Quelle: Rainer Küster

Quelle: Leipziger Volkszeitung 26 Aug 2019 von RAINER KÜSTER

MARKRANSTÄDT. Ausverkauft! Das war die Kernbotschaft, die den Mitgliedern des Kultur- und Faschingsvereins Seebenisch am Sonnabend schon vor Beginn des 22. Seebenischer Open Air ein erleichtertes Lächeln in die Gesichter schrieb.
Das Wetter war perfekt, die Bühne gerichtet und die Wiese rappelvoll. Für die Ouvertüre hatte die Jugend des Vereins Benedikt Behnke aus dem fränkischen Schonungen nach Seebenisch geholt. Der junge Texter und Songwriter hat schon einige Chart-platzierungen in seiner Vita, entsprechend fühlte sich vor allem die jüngere Generation des Publikums angesprochen.
Auch anno 2019 hielt das Musikfestival einige Überraschungen bereit. So lief der Wechsel zwischen Vor- und Hauptband diesmal nicht ganz reibungslos. Fast eine Stunde verging, bis der zusätzlich eingeschobene Soundcheck für die Queen-show „Break Free“im Speicher war.

“Mama“macht Seebenisch einmalig

Der DJ überbrückte die Pause mit musikalischen Einlagen. Auf seine Frage, ob er vielleicht auch mal Heintje spielen solle, erntete er frenetischen Jubel. Das 52 Jahre alte „Mama“des einstigen Kinderstars bei einem Rockkonzert – auch sowas macht das Seebenischer Open Air so einmalig.
Als dann die Queen-doubles endlich auf die Bühne traten, war die Pause schnell vergessen. Trotz der Verzögerung spielte die Band das komplette zweistündige Programm.

Stimmlich nah dran am Original

Vor allem die Bühnenshow begeisterte. Zudem ist Giuseppe Malinconico nicht nur äußerlich eine würdige Kopie des verstorbenen Freddie Mercury, sondern kommt ihm auch stimmlich sehr nahe. Die Band spielte das gesamte Repertoire „Best of Queen“, von der „Bohemian Rhapsody“über „We will rock you“bis hin zum finalen „We are the champions“. Auch wenn sich einige Gäste etwas mehr Druck im Sound gewünscht hätten, feierten die rund 1300 Besucher ein stimmungsvolles Rock-event.