Rainer: El Beppone

müllmannEl Beppone hat ein bewegtes Faschingsleben hinter sich. In den 1980ern hat er Büttenreden im Akkord geschrieben. Als er feststellte, dass mitteldeutsche Präsidenten und Büttenredner seine Ausgeburten regelmäßig ablehnten, um sie dann später als ihre eigenen Werke auszugeben und er sogar sein Bier selber bezahlen musste, um sich das anzuhören, hat er sich in die spaßfreien und humorfernen Bevölkerungsschichten zurückgezogen.

Zwischen 1993 und 2013 hat sich El Beppone zwanzig elend lange Jahre nicht mal mehr den Karneval im Fernsehen angetan. Eddi Konfetti, der ihn aus ehrlichen Tagen noch kannte, war es schließlich gelungen, den scheintoten Jecken noch einmal ins Leben zurückzurufen und ihm im KFV für seine letzten Jahre eine Zukunft zu bieten.

Zwanzig Jahre war er krank – jetzt schreibt er wieder: Gott sei Dank! Ob für sich selber als Müllmann (der in den Abfalltonnen unserer Gesellschaft immer was findet) und als Revierförster im Taucheranzug (in Seebenisch unabdingbare Arbeitskleidung) oder für Eddi Konfettis Büttenrede, fest steht: Ein gesundes Hirn kommt nicht auf so eckige Gedanken.